So machen es die Nachbarn – Teil FNP Windkraft in der VG Wöllstein, VG Wonnegau und VG Monsheim

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Während die VG Alzey-Land kritisch prüfen lässt, ob sie bei einem Flächenanteil von 5,7% der VG Fläche der Windkraft tatsächlich ’substantiell Raum gibt‘, haben unsere Nachbarn längst die Zeichen der Zeit erkannt und die Flächen für Windkraft gedeckelt.

Beispiel VG Wonnegau:

Wie auch in der VG Alzey-Land hat das Planungsbüro WSW aus Kaiserslautern den Teilflächennutzungsplan Windenergie der VG Wonnegau erstellt. Nach Auswertung der harten Tabukriterien (Siedlungsflächen, Verkehrswege, Naturschutz) setzt man hier bei den weichen Tabukriterien auf den im Regionalen Raumordnungsplan verankerten 4 km Abstand zwischen Windparks! In der VG Alzey Land ist dieser im RROP definierte Abstand ‚der Abwägung freigegeben‘ weil man ja durch eine völlig ungeeignete Landschaftsbildanalyse festgestellt hat, dass die Unterschreitung auf 3km bzw. 2,8km unbedenklich ist!

Die VG Wonnegau sichert die vorhandenen Anlagen, nimmt in Teilbereichen Flächen aus der Nutzung Windkraft heraus und reduziert so den Anteil der VG Fläche von 3% auf 2,3% und gibt somit der Windkraftnutzung immer noch ’substantiell Raum‘!

Beispiel VG Wöllstein:

Das Planungsbüro WSW hat ebenfalls den Teilflächennutzungsplan Windenergie der VG Wöllstein erstellt. Hier wird eine Konzentrationszone um 4 ha ergänzt, die VG Wöllstein hat erkannt, das auch sie mit 5% ihre landespolitischen Ziele übererfüllt hat. Anders als in Alzey-Land herrscht hierüber im VG Rat Einigkeit, zu lesen im Bereicht der Allgemeinen Zeitung vor einem Jahr Weniger Fläche für Windkraft in der VG Wöllstein.

Beispiel VG Monsheim:

Das Planungsbüro Jestaedt+Partner hat hier den Flächennutzungsplan aufgestellt und die Möglichkeiten der VG Monsheim geprüft. Es gibt schon einige mit Windrädern besetzte Flächen die in 2 Sondergebieten Windkraft stehen. Im Rahmen der Planung werden hier noch Flächen in geringem Umfang zurückgenommen, so daß in der aktuellen Planung 1,1% der VG Fläche (das sind 12,4% der Fläche nach Berücksichtigung der harten Tabukriterien) für Windkraft ausgewiesen sind. Auch hiermit läßt sich der Nachweis bringen, dass der Windkraft ausreichend Raum gegeben wird, da selbst diese Fläche schon den 5-fachen Energieertrag bringen soll, den die VG Monsheim verbraucht.

Die Frage also, was substanziell Raum schaffen bedeutet, ist durchaus einzefallbezogen zu sehen. Es müssen am Ende auch keine 2 % sein. Das liegt letztlich auch an den räumlichen Voraussetzungen einer VG. Aber denoch, selbst wenn die Voraussetzungen für mehr als 2 % vorliegen, besteht kein Zwang alles was theoretisch ginge, auszuweisen!