Windkraft und Vogelschutz – Lobbyarbeit im Umweltministerium

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Die Allgemeine Zeitung beschäftigte sich Anfang September in dem Artilkel von

Mario Thurnes mit dem Thema Vogelschutz und Windkraft, das hier im BLOG schon in mehreren Beiträgen erwähnt wurde. Wieder ist es der Rotmilan, für dessen Schutz das Umweltministerium Rheinland-Pfalz einen Leitfaden hat erstellen lassen. Unterstützt von namhaften Gutachterbüros, die unter anderem auch  Beurteilungen im FNP der VG Alzey-Land  verfasst haben. Die Alllgemeine Zeitung schreibt:
„Trotzdem sehen andere Experten ein Problem darin, dass diese beiden Büros dem Land zugearbeitet haben. Der Leitfaden hat bindende Wirkung für die Genehmigungsbehörden in den Kommunen. Es geht also um die Frage, ob ein Windrad schnell und ohne großen Auflagen gebaut werden darf – oder am Ende keine Genehmigung erhält.
Der Rotmilan ist ein Greifvogel. Er ist in etwa so groß wie ein Mäusebussard. Die verschiedenen Vogelarten unterscheiden sich in der Frage, ob sie für den Flug in die Rotoren eines Windrades anfällig sind. Der Rotmilan gehört zu den Arten, die besonders anfällig sind. Rotmilane ernähren sich im Wesentlichen von kleinen Tieren und Vögeln. Über die Hälfte des Bestands brütet in Deutschland. Dieser ist rückläufig. Deshalb sieht die Weltnaturschutzunion den Bestand als gefährdet an.
„Aus bürgerlicher Sicht ist der Erlass ein politischer Skandal“, sagt Olaf Kiffel. Selber Gutachter in solchen Verfahren. Denn die beteiligten Büros seien, so Kiffel, „hauptberufliche Gutachter der Windindustrie“. Eine Kritik, der sich die Naturschutzinitiative anschließt: „Es handelt sich um ein neues Ermöglichungspapier des Umweltministeriums für die Windlobby und Windindustrie“, sagt deren Vorsitzender, Harry Neumann“
Den kompletten Artikel lesen Sie hier:

https://www.allgemeine-zeitung.de/politik/rheinland-pfalz/umweltministerium-in-rheinland-pfalz-lasst-leitfaden-zu-windradern-von-gutachtern-der-privatwirtschaft-schreiben_19035606#

In Bechtolsheim wurden Rotmilane vergrämt, in Freimersheim sind bestätigte Sichtungen als Durchzügler abgetan worden, es zählen hier nur bestätigte Horste.

Welchen Schutzstatus haben die Anwohner? Wie fühlen sie sich, wenn all ihre Ängste im Windindustriestandort zu wohnen, durch massenhaftes Abnicken von Beschlüssen abgelehnt werden?

Vielleicht haben sie ja Glück und ein Rotmilanpärchen wird in der Nähe seßhaft, ohne das es vorher vertrieben wird…..